Über 2.000 Personen unterstützen die Petition «Keine Bühne für die Apartheid»

Medienmitteilung

Genf, Lausanne, Bern, Zürich, Lugano, 7. Mai 2019 – Das Petitionskomitee «Keine Bühne für die Apartheid» hat heute, Dienstag, Tausende von Unterschriften gegen die Austragung des Eurovision Song Contest 2019 in Israel eingereicht, die in der Schweiz sowie auf internationaler Ebene, in Australien, Belgien, Frankreich, Island, Irland, Schweden und den Niederlanden gesammelt wurden. Die gemeinsame Übergabe der Petitionen hat am Hauptsitz der Europäischen Rundfunkunion (EBU) in Genf stattgefunden.

Insgesamt haben über 136.000 Personen verschiedene Petitionen in mehreren Ländern und auf internationaler Ebene unterzeichnet. Dutzende LGBTQIA*-Gruppen sowie hunderte Kulturschaffende aus zahlreichen Ländern haben ebenfalls die Instrumentalisierung des Eurovision Song Contests durch den Staat Israel verurteilt, der im Sommer 2018 offiziell ein Apartheid-Gesetz eingeführt hat (Grundgesetz «Israel – Der Nationalstaat des jüdischen Volkes»).

Zahlreiche Aktivist*innen haben in den vergangenen Monaten die israelische Propagandastrategie erfolgreich bekämpft und dazu beigetragen, dass der israelische Staat seine Politik der Besatzung und Apartheid nicht als Normalität verkaufen konnte. Hotels in Tel Aviv vermelden unerwartet niedrige Buchungszahlen und Tausende von Tickets für das Eurovision-Finale sind bloss Tage vor dem Beginn des Events immer noch nicht verkauft. Das israelische Ministerium für Strategische Angelegenheiten hat am vergangenen Dienstag die BDS-Bewegung (Boykott, Desinvestition und Sanktionen) beschuldigt, erfolgreich Tourist*innen davon abgebracht zu haben, Israel während der Eurovision zu besuchen.

In der Schweiz haben mehr als 2.000 Personen und über 100 Kulturschaffenden und kulturelle Institutionen die Petition «Keine Bühne für die Apartheid» unterzeichnet. Sie fordern das öffentliche Radio und Fernsehen (SRG SSR) auf, sich aus dem Eurovision-Finale zurückzuziehen.

SRG SSR hüllt sich bis heute in Schweigen und hat nicht auf die Forderungen der Petition reagiert. Mit der Weigerung, ausgewogen über die Problematik der Eurovision zu berichten und kritischen Stimmen aus der Öffentlichkeit einen Platz zu geben, stellen sich die wirkungsmächtigsten Medien scheinbar in den Dienst der Propaganda eines Staates, der seit über 70 Jahren zahlreiche UN-Resolutionen missachtet und die palästinensischen Rechte systematisch verletzt.

Das Schweizer Komitee «No Song for Apartheid» (nosongforapartheid@gmail.com)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s